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  11.10.2015 - [DE] DB-Regio Abschiedsrunde  



Zu den Fahrplanwechseln im Dezember 2015 und Juni 2016 musste DB-Regio eine große Anzahl von Leistungen in Mitteldeutschland abgeben. Zudem wurde
zum 12.12.2015 auf der Strecke Döbeln – Meißen der Personenverkehr eingestellt und die Züge zwischen Chemnitz und Riesa hielten fortan nicht mehr
zwischen Chemnitz Hbf und Mittweida. Aus diesen Gründen wurde mit meinem Vater bei schönstem Herbstwetter noch einmal eine große Runde mit den roten
Zügen durch Mitteldeutschland gedreht, um all dies noch einmal mitzunehmen.

Wir starteten 06:38 Uhr mit RB 17153 in Chemnitz-Kinderwaldstätte nach Chemnitz Hbf in die Rundfahrt. Weiter fuhren wir 06:55 Uhr mit RE 4762 in Richtung Hof Hbf. Sowohl auf der RB 45 als auch RE 3 wurden zum 12.06.2016 die Doppelstockwagen von DB-Regio durch Alstom Coradia Continental des VMS abgelöst.

In Glauchau (Sachs) verließen wir diesen Zug wieder, hier hatten wir 50-minütigen Aufenthalt. Nach unserer Ankunft ging die Sonne am blauen Himmel auf.


DB 143 339 mit RE 4762 Glauchau (Sachs) auf dem Weg nach Hof.


Das Empfangsgebäude von Glauchau (Sachs).


DB 143 886 mit RB 17211 nach Dresden Hbf.

Am Bahnsteig 3 setzten wir unser Fahrt 08:07 Uhr mit dem RE 3656 über die Mitte-Deutschland-Verbindung nach Thüringen fort.
DB 612 175 war an diesem Sonntagmorgen für die Leistung nach Göttingen eingeteilt.


DB 612 675 als RE 3656 nach Göttingen in Glauchau (Sachs).


Der längste Bahnsteig in Deutschland in Gößnitz. Wir hatten Thüringen erreicht.


Die herbstliche Laubfärbung setzte langsam ein.

Pünktlich 09:56 Uhr erreichten wir nach 120 Kilometern Weimar. Von hier aus wollten wir nach Sachsen-Anhalt fahren.



Die RB 20 zwischen Eisenach und Halle (Saale) war das letzte planmäßige Einsatzgebiet der Halberstädter Mitteleinstiegswagen (y-Wagen) von DB-Regio.
Hier fuhren zusammen mit einem (Miet)Taurus von MRCE noch reine y-Wagen-Garnituren. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 übernahm Abellio Mitteldeutschland mit Talent 2 Triebwagen den Betrieb auf der Strecke, die Wagen fuhren aus Abstellgleis. Höchste Zeit, noch einmal mitzufahren.


Einfahrt von RB 16315 nach Halle (Saale) Hbf in Weimar.

Die RB 16315 von Eisenach nach Halle (Saale) Hbf, gebildet aus y-Wagen und geschoben von MRCE 182 528, kam pünktlich eingefahren. Wir nahmen im
Bydz439.9 (D-DB 50 80 84-33 142-2) Platz und 10:19 Uhr setzte der Zug seine Fahrt entlang von Ilm und Saale nach Halle (Saale) Hbf fort. Da der Zug
gut gefüllt und es trotz des Sonnenscheins sehr frisch draußen war, verzichtete ich auf das Öffnen des Übersetzfenster.


Buntes Saaletal.



Nach 86 Kilometern erreichten wir 11:37 Uhr Halle (Saale) Hbf. Ich machte noch paar Fotos zum bevorstehenden Abschied der y-Wagen bei der DB.






MRCE 182 528 hat uns nach Halle (Saale) gebracht.

Da wir in Halle nun etwas Zeit hatten, unternahmen wir einen Abstecher ins DB-Museum, welches an diesem Tag geöffnet hatte.
Das DB-Museum erreichten wir 11:46 Uhr nach zweiminütger Fahrt mit der S 7 am Haltepunkt Halle Steintorbrücke.




E18 047, E18 31 und 243 005



Wir blieben eine Stunde im DB-Museum, dann galt es in Richtung Leipzig aufzubrechen. Mit der S 7 fuhren wir zurück zum Hauptbahnhof.


DB 143 276 mit der S 7 (37732) brachte uns wieder nach Halle (Saale) Hbf.

Vom Hauptbahnhof fuhren wir nach einem Mittagssnack mit der S 5X (37519) der S-Bahn Mitteldeutschland mit einem Abstecher zum Bayerischen Bahnhof
und dem Citytunnel nach Leipzig Hbf, wo wir 13:54 Uhr ankamen.


DB 1442 204 als S 5X (37519) nach Zwickau Hbf in Halle (Saale) Hbf.


Alter (über dem Glas) und neuer Bayerischer Bahnhof in Leipzig sowie Leipzig Hbf (tief).

Angekommen in Leipzig Hbf wechselten wir zum Bahnsteig 22. Hier stand bereits die RB 26370, gebildet aus zwei DB 642 bereit, mit welcher wir noch einmal über die komplette BC-Linie fahren wollten. Der Personenverkehr wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 zwischen Döbeln und Meißen eingestellt.




DB 642 136 und ein weiterer 642 sollten uns nach Meißen bringen.


Es ging entlang der Freiberger Mulde...


… welche mehrfach überbrückt wurde.


Döbeln Hbf sollten wir an diesem Tag noch einmal durchfahren, dann von Nord nach Süd.




Im Bw Nossen fand ein Eisenbahnfest zum Abschluss des SPNV statt.


Als Gast war 52 8177 aus Berlin angreist.




Albrechtsburg in Meißen.

Nach 2:07 h und 108 Kilometern erreichten wir pünktlich Meißen. Hier stiegen wir direkt in die S 1 nach Schöna um, die wir bis Coswig nutzten.
Der Aufenthalt in Coswig währte auch nicht lange, denn wir fuhren 16:35 Uhr mit dem RE 17074 von Dresden Hbf nach Leipzig Hbf weiter bis Riesa.
Im Steuerwagen, einem DBpbzfa 766.0 (D-DB 50 80 86-81 061-3) fanden wir einen Platz und nach 29 Minuten war Riesa 17:04 Uhr erreicht.


Der RE 17074 hatte uns von Coswig nach Riesa gebracht.

Ab Riesa stand der letzte Abschnitt unserer Rundfahrt an. Mit der RB 17177 wollten wir direkt nach Chemnitz-Kinderwaldstätte fahren. Dies ist seit dem Fahr-planwechsel im Dezember 2015 nur noch mit Umsteigen und zusätzlicher Wartezeit in Mittweida möglich, da die RBs zwischen Mittweida und Chemnitz durchfahren.

Bevor wir in den nächsten Zug stiegen, schauten wir uns noch etwas auf dem Bahnhof in Riesa um.


Der Zugzielanzeiger träumte von vergangenen Zeiten.


Am Gleis 6 stand DB 143 919 mit der RB 17177 nach Chemnitz Hbf bereit.


Der Zug bestand aus einem DABbuzfa760 (D-DB 50 80 36-33 053-0) und einem DBuza747.1 (D-DB 50 80 25-04 720-0).

Wir nahmen wieder im Steuerwagen, einem DABbuzfa760 (D-DB 50 80 36-33 053-0) Platz und 17:34 Uhr setzte sich der Zug für seine 66 Kilometer lange
Reise in Bewegung. Wie oft waren wir von Riesa direkt nach Chemnitz-Kinderwaldstätte gefahren. Bald sollte dies nicht mehr möglich sein.bahnen.


Die Abendsonne tauchte die Landschaft in ein warmes Licht.




Die letzten Sonnenstrahlen beleuchteten das ehemalige EG von Limmritz.

Kurz nach dem Sonnenuntergang erreichten wir 18:38 Uhr, genau nach 12 Stunden und mit dem Zug, mit dem die Rundfahrt begonnen hatte, wieder Chemnitz-Kinderwaldstätte. Mit dem Sachsen-Ticket für 27 € hatten wir 503 km zurückgelegt und sagten schon einmal „Tschüss“ zur DB-Regio in teilen Mitteldeutschland.



 

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