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  18.07. - 20.07.2019 - [CZ][PL] Am Übersetzfenster quer durch Tschechien - Teil 4  



20.07.2019

Wir konnten den Tag entspannt angehen, denn es stand nicht mehr viel auf dem Programm. Nach dem Frühstück machten wir uns 08:30 Uhr auf den Weg zum Bahnhof. Der erste Gang führte uns zur Fahrkartenausgabe. Ich kaufte für uns ein Skupinová víkendová jízdenka+Německo region Ústecký (Wochenend-Gruppenticket+Deutschland Region Ústí nad Labem) für 379 Kč (15,62 €).


Guten Morgen Ústí nad Labem. Blick aus unserem Hotelzimmer.

Erster Zug des Tages war der Os 5274 „Letní kometa“ nach Dresden Hbf. Dieser Zug bot sich als Abschluss unserer Rundfahrt perfekt an, war es doch zum einen
die letzte planmäßige Leistung der Baureihe 371 nach Deutschland und zum anderen die einzige Möglichkeit, mit Bautzener UIC-Y Wagen in einem regulären
Zug nach Deutschland fahren zu können. Als wir eine halbe Stunde vor Abfahrt die Treppe zum Bahnsteig hinaufkamen, stand der Zug schon bereit und zu
meiner großen Freude war „Pepin“ (ČD 371 005) für die Leistung eingeteilt.


Gehörte in Tschechien immer noch nicht zum alten Eisen: Die Bautzener UIC-Y Wagen.


ČD 371 005 mit dem Os 5274 „Letní kometa“ in Ústí nad Labem hl.n..


Ein letztes Mal hieß es für diese Rundfahrt im gemütlichen Abteil Platz zu nehmen.

Im Wagen 369, einem B249 (CZ-ČD 51 54 20-41 952-2, Bautzen 1985), fanden wir ein schönes Plätzchen. Der Zug füllte sich, wir behielten aber das Abteil bis Dresden für uns. Pünktlich 09:19 Uhr setzte sich der Zug für seine 86 Kilometer lange Etappe in Bewegung.


Ausfahrt in Ústí nad Labem.


In Mojžíř lichtete Jörg Lempe den Zug ab. Vielen Dank für das Bild.


In Decin stand ČD 714 023 mit dem Sp 1799 nach Mikulášovice dolní nádraží.




Zugbegegnung mit DB 189 008 in Krippen.


Blick auf Bad Schandau und den Personenaufzug.

Im Bad Schandau stieg ein Gruppe Fahrradfahrer zu. Diese hatten wohl einen anderen Zug erwartet und schauten etwas erstaunt aus der Wäsche.
Nachdem sie ihre Fahrräder im Gepäckwagen verstaut waren, setzten wir unsere Fahrt fort.


Die Elbe bei Königstein.


In Pirna gelang mir dieses Bild mit dem gleichnamigen Schaufelraddampfer.


Einfahrt in Dresden Hbf.

Dresden Hbf erreichten wir 10:19 Uhr zwei Minuten vor Plan. Die Einfahrt in den Bahnhof war noch ein Erlebnis. Der Zug legte in der Bahnhofshalle
eine ordentliche Bremsung hin. Die Reisenden auf den Bahnsteigen waren von der Geräuschkulisse doch etwas überrascht. In Chemnitz war man dies
mittlerweile ja wieder gewohnt.


ČD 371 005 mit dem Os 5274 „Letní kometa“ nach der Ankunft in Dresden Hbf.

Für uns stand der letzte Zug unserer Rundfahrt auf dem Programm. Mit dem RE 74034 fuhren wir die letzten 79 Kilometer bis Chemnitz Hbf.


MRB 1440 208 brachte uns als RE 74034 zurück nach Chemnitz Hbf.

Pünktlich 10:52 Uhr verließen wir Dresden Hbf und erreichten exakt 60 Minuten später Chemnitz Hbf. Wir hatten während unserer Rundfahrt 23 Züge und einen
Bus genutzt und damit insgesamt 1.558 Kilometer zurückgelegt. Davon konnten wir mit 744 Kilometer knapp die Hälfte im Bautzener UIC-Y Wagen und zusätzlich
weitere 267 Kilometer am Übersetzfenster genießen. Es blieb abzuwarten, wie sich die Eisenbahn in Tschechien ab dem Fahrplanwechsel 2019/2020 entwickelte
und welche Leistungen die freiwerdenden Fahrzeuge der České Dráhy übernahmen.

Zufrieden, dass alles wie geplant geklappt hatte, gab ich meinen Vater wieder bei meiner Mutter ab. Ich selbst hatte noch nicht genug und zudem ja eine
Fahrkarte, die noch vier Tage gültig war. So blieb ich eine Nacht zu Hause und startete am nächsten Tag mit einem neuen, jüngeren Begleiter zu einer
weiteren Rundfahrt, nicht nur ins Nachbarland.



 

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