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  16.07. - 18.07.2022 - [DE][CZ] Ein feinstaublastiger Sommerausflug - Teil 3  



18.07.2022

Nach einem entspannten Frühstück im Hotel machten wir uns für den letzten Tag unserer Rundreise auf den Weg zum Bahnhof. Unser Weg sollte uns wieder
zurück nach Deutschland führen. Dabei wählten wir für die erste Etappe den Trilex der Länderbahn. Mit dem TLX 20842 wollten wir bis Zittau fahren.
Der Triebwagen kam 08:22 Uhr aus Hrádek nad Nisou angefahren und startete pünktlich 08:28 Uhr in Richtung Dresden Hbf.


Einfahrt von DLB 643 342 in als TL 20947 aus Hrádek nad Nisou.

Bei der Zugbegleiterin kauften wir Tickets bis Hrádek nad Nisou für 45 Kč (1,88 €) für einen Erwachsenen und 22 Kč (0,92 €) für einen Rentner.
Ab Hrádek nad Nisou galt das 9-Euro-Ticket wieder. Beim Kauf wurden wir darauf hingewiesen, dass wir in Chrastava den Zug tauschen müssten.

So stiegen wir in Chrastava wieder aus und in den eingefahrenen Triebwagen aus Richtung Zittau ein. Dieser übergab seine Fahrgäste an dem
Triebwagen mit welchem wir gekommen waren und kurz danach setzte beide ihre Fahrt in die Richtung fort, aus der sie gekommen waren.


Einfahrt von DLB 642 307 in Chrastava. Mit ihm ging es als TLX 20842 weiter bis Zittau.


Der Oberbau auf dem polnischen Transitstück ist seit Jahren schlecht.

Zittau erreichten wir pünktlich 08:56 Uhr. Wir wechselten auf den Bahnhofsvorplatz, denn eine Fahrt ins Zittauer Gebirge stand auf dem Programm. Ich hatte mir vorgenommen, mit dem 9-Euro-Ticket alle in Mitteldeutschland in regulären Betrieb befindlichen Schmalspurbahnen per Bahn zu Besuchen. Für die Bahn in Zittau wählte ich eine etwas längere Anreise. Am Schmalspurbahnsteig stand bereits 99 731 mit dem Zug 200 bereit. Leider war kein Aussichtswagen im Zug eingereiht.


99 731 mit dem Zug 200 nach Kurort Oybin in Zittau.

Wir wählten die Plattform des letzten Wagens (970-240) für unsere Mitfahrt und pünktlich 09:09 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung.
Beim Zugbegleiter kauften wir den 5 € Historik Beitrag pro Person und Tag, welcher zusätzlich zum 9-Euro-Ticket bei der SOEG erhoben wurde.


Kreuzung von Normal- und Schmalspurbahn bei der Ausfahrt in Zittau.



Wir nutzen den Zug bis Bertsdorf, wo wir 09:40 Uhr ankamen. Am Bahnsteig gegenüber stand der Gebirgspendel mit 99 758 nach Kurort Jonsdorf bereit. Dieser verfügte über einen Aussichtswagen (970-257) und wir nahmen in selbigen Platz. Pünktlich 09:46 Uhr erfolgte die Doppelausfahrt beider Züge in Bertsdorf.


Die gleichzeitige Ausfahrt von Zug 200 nach Kurort Oybin und Zug 300 nach Kurort Jonsdorf in Bertsdorf.


Zwischen Kurort Jonsdorf Haltestelle und der Endstation bietet sich ein herrlicher Blick über die Landschaft.

Kurort Jonsdorf erreichten wir 13 Minuten später 09:59 Uhr. Die Lok setzte um den Zug und 10:08 Uhr erfolgte bereits die Rückfahrt als Zug 301 nach Bertsdorf.


99 758 setzte in Kurort Jonsdorf um den Zug. Im Hintergrund die Lausche, mit 792,6 m ü. NHN der höchste Berg im Zittauer Gebirge.

Bertsdorf war 10:19 Uhr wieder erreicht. Hier hatte der Gebirgspendel einen längeren Aufenthalt, welcher zum Wasserfassen der Lok genutzt wurde.
Nach 36 Minuten setzte sich der Zug 10:55 Uhr wieder in Bewegung. Nächstes Ziel war Kurort Oybin. Die Fahrtzeit dahin betrug 11 Minuten.


Nach dem Wasserfassen fuhr 99 758 vorbei am Stellwerk wieder an den Zug.


99 758 mit dem Zug 302 unterhalb des Berges Oybin. Der Endbahnhof war gleich erreicht.


Bahnhof Kurort Oybin unterhalt des Berges Oybin. Der Gebirgspendel ist bereit für die Rückfahrt.

In Kurort Oybin verließen wir den Zug. Bis zur Rückfahrt nach Zittau hatten wir eine Stunde Aufenthalt welche wir für einen Mittagsimbiss nutzen.
Zurück am Bahnhof kam 99 731 mit dem Zug 202 aus Zittau eingefahren. Im Gegensatz zum ersten Zug heute Morgen war dieser übervoll. Die Urlauber hatten
jetzt ausgeschlafen und durften nun teilweise im Wagen stehen. Zurück nach Zittau wollten noch nicht wirklich viele, so dass wir kein Platzproblem hatten.

99 731 setzte noch um den Zug und 12:07 Uhr erfolgte die Abfahrt zurück in die fünftgrößte Stadt der Oberlausitz.


Nach dem Umsetzen fuhr 99 731 wieder an den Zug.



Den Schmalspurbahnhof von Zittau erreichten wir 12:49 Uhr. Eigentlich hatten wir jetzt vor mit der ODEG an der Neiße bis Görlitz zu fahren. Nach einem Kabeldiebstahl bei Hirschfelde herrschte auf der Strecke aber leider Schienenersatzverkehr. Da wir darauf keine Lust hatten und der Bus auch vor Ankunft des Schmalspurzuges abfuhr schlugen wir den direkten Heimweg ein. Bis Dresden wollten wir den Trilex der Länderbahn nutzen. Die Triebwagen kamen 12:56 Uhr aus Dresden Hbf eingefahren und 13:03 Uhr erfolgte die Abfahrt der beiden Desiro Triebwagen als TLX 20846 ins 105 Kilometer entfernte Dresden.


Blick auf Zittau mit Marienkirche, Johanneum, Johanniskirche und Klosterkirche.


DLB 642 313 und 642 308 am mittlerweile funktionslos gewordenen Stellwerk B2/W3 in Zittau.

Wir wählten für unsere Fahrt den 642 313, da im zweiten Triebwagen wahrscheinlich die Klimaanlage nicht ordentlich funktioniert, darin stand die Luft.
Unterwegs stiegt dann noch ein tierischer Begleiter in den Zug, den man in dieser Form da eher selten antrifft.


Sieht man eher selten im Zug, eine Katze an der Leine.


Blick auf Schirgiswalde-Kirschau mit der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Pünktlich erreichten wir 14:28 Uhr Dresden Hbf. Die letzte gemeinsame Etappe startete 14:50 Uhr mit dem RE 74022 der Mitteldeutschen Regiobahn,
welcher uns wieder zurück nach Chemnitz brachte. Knapp 61 Minuten und 79 Kilometer später hatten wir Chemnitz Hbf wieder erreicht.


DLB 642 313 und 642 308 nach der Ankunft in Dresden Hbf.


MRB 1440 208 brachte uns als RE 74022 zurück nach Chemnitz.

In Chemnitz Hbf trennten sich dann die Wege von Vater und Sohn. Ich machte mich mit der City-Bahn auf den Weg nach Hause und nach der Ankunft 16:16 Uhr in Wittgensdorf Mitte hatte ich insgesamt 1.011 Kilometer zurückgelegt. Mit einer Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit von 46,63 km/h war dies eine entschleunigte Rundfahrt. Ich konnte neue Striche in die Streckenkarte des tschechischen Bahnnetzes malen. Wir hatten wieder für uns schöne unbekannte Strecken bereist.



 

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© 2024, Stefan Fritzsch