08.08. - 10.08.2025 - [DE][CZ][AT] Einmal um den Böhmerwald - Teil 3
Die letzte Etappe an diesem Tag stand auf dem Programm. Da wir am Vortag mit dem alex von Hof nach Schwandorf gekommen waren und anschließend den Schienenersatzverkehr großflächig umfahren hatten, mussten wir natürlich unsere Reise in Regenburg mit dem alex nach München fortsetzen. Der Zug kam aus München eingefahren und ich machte erst einmal große Augen. Er bestand zwar aus sieben alex-Wagen, davon liefen aber fünf „Italiener“ mit im Zugverband. Einzig in Zugmitte gab es mit einem Bomz und eine ABvmz zwei Wagen mit Übersetzfenstern. Nicht gerade die Stelle im Zug, wo man Chancen auf ein eigenes Abteil hat.
Beacon 182 597 war mit dem ALX 56791 nach München Hbf in Regenburg Hbf abfahrtbereit.
Es nützt ja nichts: Übersetzfenster geht vor und so machten wir es uns im ABvmz (D-DLB 56 80 39-90 505-0) bequem. Wir bekamen nur einen weiteren Reisenden bis München mit ins Abteil. Eine Minute nach Plan erfolgte 18:47 Uhr die Abfahrt für die 138 Kilometer lange Etappe in Regensburg.
Vor Neufahrn fuhren wir parallel mit DB 628 629 und 629 593 als RB 27635 aus Bogen.
Kurz vor dem Sonnenuntergang sollten wir München erreichen und so gab es auf dem Weg dahin eine herrliche Lichtstimmung.
Es war nicht mehr weit bis zum Tagesziel. Wir passierten gleich die S-Bahn-Station Hirschgarten.
Von der Donnersbergbrücke genossen die Leute den Sonnenuntergang.
Zwei Minuten vor Plan erreichten wir 20:14 Uhr den Münchener Hauptbahnhof. Seit Plzeň waren wir an diesem Tag 642 Kilometer unterwegs gewesen.
Die tiefstehende Sonne sorgte noch für eine schöne Lichtstimmung in der Bahnhofshalle.
Mit dem DLB ABvmz (D-DLB 56 80 39-90 505-0) waren wir gerade aus Regensburg gekommen.
Unweit des Bahnhofes hatte ich erst wenige Tage zuvor ein ordentliches Hotel zu einem für München am Samstag sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis gefunden.
Mit Frühstück zahlten wir nicht mehr als für das Hotel, mit nennen wir es tschechischen Standard, in Plzeň. Wir checkten ein und anschließend ging es in ein bayerischen Lokal zum Abendessen. Zurück im Hotel setzte ich mich noch einmal an die Route für den nächsten Tag. Diese stand noch nicht endgültig fest.
Bei meiner Planung für die Rundfahrt ließ ich die Strecke für die Rückfahrt nach Chemnitz noch offen. Einzig fest stand, dass wir mit dem München-Nürnberg-Express fahren wollten. Hier konnte ich mich aber auch nicht so richtig entscheiden, mit welcher Garnitur wir fahren sollten. Entweder mit den Skoda-Dostos oder mit dem
IC-Flachpark? Da das Ende der Sommerferien in Sachsen erreicht war und in Chemnitz ein großes Open-Air-Konzert am nächsten Abend stattfand, war mit einem sehr hohen Reisendenaufkommen zu rechnen. Daher entschieden wir letztendlich, den direkten Weg nach Hause und eine eher frühere Verbindung zu nehmen.
Da mein Vater noch drei Wochen ein Deutschlandticket hatte, könnten wir die ein oder andere Bahnstrecke in Franken auch im Laufe des Monats besuchen.
10.08.2025
Mit der gewählten Abfahrtszeit der Rückfahrt stand fest, dass wir das Frühstücksbuffett im Hotel nicht nutzen konnten, da dieses erst ab 07:30 Uhr geöffnet hatte.
Wir bekamen aber vom Hotel Lunchpakete mit. Auch war dadurch die Fahrzeugfrage geklärt, es wurden die ehemaligen IC-Wagen. So starteten wir kurz
vor halb 8 am Hotel zum Bahnhof. Nachdem wir am Bahnsteig angekommen waren, kam auch schon der Zug als RE 4003 aus Nürnberg eingefahren.
Ankunft von DB 101 138 mit dem RE 4003 aus Nürnberg Hbf.
Der Zug fuhr als RE 4006 zurück nach Nürnberg Hbf.
Wir suchten uns Plätze im Steuerwagen Bpmmbdzf286.3 (D-DB 73 80 80-91 300-2), stellten aber nach einer Weile fest, dass die Klimaanlage scheinbar in diesem Wagen nicht lief. Es war schon am Morgen eine leicht stickige Luft darin. Da sich auch eine Gruppe junger, schnatternder Frauen neben uns setzte entschieden wir, noch einmal umzuziehen und wechselten in den benachbarten Bmpz295.4 (D-DB 73 80 20-95 630-1). Hier war die Luft deutlich besser und die Atmosphäre ruhiger.
Pünktlich 08:05 Uhr erfolgte die Abfahrt des Zuges. Wir waren bis Nürnberg auf die Minute pünktlich unterwegs, mussten aber vor dem Bahnhof auf Grund belegter Gleise 5 Minuten warten, so dass wir 09:48 Uhr, nach 171 Kilometern, in der Franken-Metropole ankamen.
DB 101 138 nach der Ankunft in Nürnberg Hbf. Die Lok mit hübschen Ziergrün.
In Nürnberg dominiert noch Verkehrsrot.
Wir hatten zwar 50 Minuten Übergang, begaben uns aber schon zum Bahnsteig. Unser nächster Zug stand schon am Bahnsteig bereit, war aber zum Einsteigen noch nicht freigegeben. Mit einem Dreiergespann DB 612 sollte es weiter in Richtung Nordfranken gehen. Die drei Zugteile fuhren nach der Trennung in Pegnitz und Marktredwitz nach Bayreuth, Hof und Cheb. Von Minute zu Minute wurde es voller am Bahnsteig und 20 Minuten vor der Abfahrt konnten wir Einsteigen.
DB 612 103 führe das Trio in Nürnberg an. Auch hier gab es Ziergrün zum Fahrzeug.
In der Mitte mit DB 612 482 als RE 4885 unser Zugteil nach Hof Hbf.
Wie bekamen wie gewünscht die einzig vernünftigen Plätze in diesem Triebwagentyp hinter dem Führerstand. Es wurde ordentlich voll und schon ab Nürnberg
gab es nicht mehr für alle Reisenden einen Sitzplatz. Eine Minute nach Plan erfolgte 10:38 Uhr die Abfahrt in Nürnberg. Die Fahrt führte durch das schöne Pegnitztal. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht ahnen, dass 6 Wochen später die Strecke wegen technischer Überprüfung der Brücken kurzfristig gesperrt wurde.
Da wir ohne aktiver Neigetechnik unterwegs waren, summierte sich die Verspätung auf dem weiteren Weg, so dass wir Hof 12:24 Uhr mit 7 Minuten Verspätung erreichten. Bahnsteiggleich konnten wir in den RE 74019 der Mitteldeutschen Regiobahn nach Dresden Hbf wechseln und 12:28 Uhr verließen wir Hof schon wieder.
Fotos waren ab Nürnberg keine mehr entstanden. Einzig ein Blick von der Göltzschtalbrücke.
Da wir überpünktlich unterwegs waren und 14:02 Uhr Chemnitz Hbf erreichten, schaffte ich den Anschluss zu meiner City-Bahn 14:07 Uhr in Richtung Burgstädt. Mein Vater hatte etwas mehr Zeit, da er mit der City-Bahn eine halbe Stunde später in Richtung Mittweida fuhr. Nach der pünktlichen Abfahrt hatte ich neun Minuten später mein Ziel Wittgensdorf Mitte erreicht. Hier holte mich mein privates Taxi nach Hause ab.
Wieder war eine sehr schöne Rundfahrt zu Ende. Insgesamt hatten wir 1.561 Kilometer zurückgelegt. Da der Monat noch jung und meine Vater noch ein aktives Deutschlandticket hatte sollte es nicht lange dauern, bis Vater und Sohn wieder mit dem Zug unterwegs waren, um einfach so durch die Gegend zu fahren.